Die Methoden der Haartransplantation

Die Haartransplantations-Methoden FUE/FUT

FUE ist die Abkürzung von Follicular Unit Extraction. FUE ist heute die modernste und schonendste Methode der Haartransplantation.

Die Haare auf dem Kopf müssen bei der FUE vor der Transplantation auf 1-2 mm Länge geschnitten werden.

Dann werden die follikulären Einheiten (1-4 Haare) ganz präzise in Wuchsrichtung mit einer Micromotor-getriebenen scharfen Hohlnadel aus dem Spenderbereich gewonnen. Bei diesem Vorgang werden die Haarfollikel vom umliegenden Gewebe der Kopfhaut getrennt, die Haarwurzeln werden dabei nicht berührt. Die Transplantate werden mit einer Pinzette entnommen und bis zur Implantation in einer speziellen Nährlösung gelagert.

Die Hohlnadeln haben einen Durchmesser von nur 0,6 – 0,8 mm, so dass die Entnahmestelle sehr schnell wieder verheilt und schon nach kurzer Zeit nicht mehr sichtbar ist.

Haartransplantation FUEDer große Vorteil der Entnahme mit der Micromotor-getriebenen Hohlnadel gegenüber der rein manuellen Entnahme, bei der die Hohlnadel per Hand gedreht wird, ist der Zeitfaktor. Die Transplantate sind beim Micromotor wesentlich kürzere Zeit außerhalb des Körpers und wachsen dadurch schneller wieder an.

Wir bieten nur die sanfte FUE-Methode an.

Die heute überholte FUT-Streifenentnahme bieten wir nicht an.

FUT ist die Abkürzung von Follicular Unit Transplantation und besagt eigentlich nur, dass Haar-Follikel-Einheiten transplantiert werden. Ursprünglich gab es für die Haartransplantation nur die FUT-Methode, bei der ein Hautstreifen mit Haaren und dem dazu gehörenden Gewebe aus dem hinteren Haarkranz heraus operiert wird (Strip-Methode). Aus diesem Haarstreifen werden dann die Grafts mit dem Skalpell separiert und unter einem Mikroskop für die Einpflanzung präpariert.

Der einzige Vorteil der FUT-Methode ist, dass nur die Haare auf dem Spender-Hautstreifen für die Transplantation auf 1-2 mm Länge geschnitten werden müssen.

Nachteile der älteren FUT-Methode

Der Sendebereich wird vernäht und es bleibt eine größere Narbe am Hinterkopf. Es kann zu postoperativen Komplikationen kommen, wie:

Wundheilungsproblemen, Infektionen, Narbenschmerzen, Nervenschädigungen, Taubheitsgefühl, Spannungen bei Kopfbewegungen. Die Narbe kann bei kurzem Haar sichtbar sein und bleibt beim Drüberstreichen spürbar. Ein weiteres Problem ist die unsicher kalkulierbare Graft-Anzahl in der Spenderzone und die Dauer der Wundheilung. Bei der FUT-Methode stehen nur die Haare zur Verfügung, die sich in dem entnommenen Hautstreifen befinden, im Gegensatz zur FUE-Methode, bei der der ganze Haarkranz als Spenderbereich dient.

Die Implantations-Methode ist bei der FUT- und der FUE gleich.

Mit einem Mikroskalpell werden in einem bestimmten Winkel, der dem der ausgefallenen Haare entspricht, winzige Kanäle in die Empfänger-Kopfhaut platziert. In diese werden dann die folikulären Einheiten eingesetzt.

Pro Quadratcentimeter werden um die 40 Einheiten transplantiert. Sind im Spenderbereich genügend Haare vorhanden, kann man auch mehr Einheiten transplantieren.

Die Perkutan-Methode mit Saphir-Nadel statt Mikroskalpell

Unser Arzt arbeitet nach der Perkutan-Methode unter Verwendung einer Saphir-Nadel, statt eines Mikroskalpells, für die Öffnung der Empfängerkanäle. Dadurch bleibt das Gewebe und die Durchblutung im Empfängerbereich besser erhalten, als nach Schnitten mit dem Mikroskalpell.

Die Vorteile: Kürzerer Heilungsprozess, frühere Gesellschaftsfähigkeit, präzisere Wuchsrichtung, höhere Anwuchsrate, schnellerer Haarwuchs. Und es sind höhere Transplantat-Dichten möglich.

Erfahren Sie mehr zum Ablauf einer FUE Haartransplantation bei uns in der Türkei.

Foto von Ostheimer [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons